Unser Holz

Das Finden des perfekten Materials ist für uns ein wesentlicher Aspekt des Möbelbaus - wir verwenden ausschließlich Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft bzw. recyceltes Holz, das durch uns eine neue Verwendung erhält. Unser Holz kommt aus Deutschland, noch besser aus dem Berlin-Brandenburger Umland und bestenfalls aus Berliner Forsten. Jedes Holz hat seine eigene Geschichte. Alle diese verschiedenen Hölzer haben auf schöne und häufig ungewöhnliche Weise den Weg zu uns gefunden:


Alte Eichen und Robinien aus dem Grunewald und vom Schlachtensee. Sehr schöne Hölzer, die auf Grund ihres Standortes vom Förster gefällt werden müssen, entgehen nun der Verarbeitung zu Brennholz.


Originale Lindenstämme von der Straße Unter den Linden, die im Zuge des Baues der U-Bahn entfernt werden mussten.


Alte Pfähle von der Museumsinsel, die unter der Federführung von Karl Friedrich Schinkel um 1830 zur Gründung des Packhofes in den Boden getrieben wurden.


Ausdrucksstarke Bahnschwellen aus Eichenholz, die von der Bahn vor dem Einbau im Schienenbett aufgrund ihrer Äste und Verwerfungen aussortiert wurden.


200 Jahre alte Nadelholzbalken eines Fachwerkhauses bei Dresden. Das alte Haus war leider so baufällig, das es abgerissen werden musste. Die Balken wurden in Handarbeit geborgen und von alten Nägeln befreit - sie wurden vom Bundesamt für Materialforschung positiv auf ihre Tauglichkeit zum Möbelbau getestet.

Alte Baubohlen aus Kiefer oder Fichte, die auf der Baustelle beim Verschalen benutzt und bereits nach einmaligem Gebrauch ausgewechselt werden, da sie versanden. Der Kauf von neuen Bohlen ist günstiger ist als deren Säuberung. Diese Bohlen aus Nadelholz erhalten durch uns ein neues Leben.

Durch den engen Kontakt zur August-Bier-Stiftung können wir exquisites Holz aus dem Sauener Forst verarbeiten. Der Arzt, Forstmann und Philosoph Prof. August Bier baute vor über 100 Jahren den devastierten und übernutzten Kiefernwald in Sauen in einen artenreichen Mischwald um; den ersten Mischwald Deutschlands. Sein Ziel war es, die zum Teil kümmernden und armen Kiefernwaldbestände in ihrer Gesamtheit zu verbessern, damit der Wald über seine wirtschaftliche Funktion hinaus ökologischen und sozialen Aufgaben dienen kann. Neben den in Brandenburg üblichen Waldbaumarten sind im Sauener Wald zahlreiche Exoten vertreten, wie zum Beispiel die Esskastanie oder die Rote Zeder. Des Weiteren gibt es sehr alte, atemberaubend starke Bäume, die im Rahmen einer nachhatligen Forstwirtschaft gefällt werden. Das Holz trägt das FSC-Siegel. Mehr zum Sauener Forst und der beeindruckenden Arbeit der Stiftung August Bier: stiftung-august-bier.de